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Sibari 60 Km von Cariati entfernt


Die mythische Stadt namens Sybaris befindet sich im Herzen des Quartier von Griechen "Megale Hellas" und dann von Römer "Magna Grecia" genannt auf die kalabrischen ionischen Küste, zwischen dem Massiv des Pollino im Norden und den ersten Ausläufern der Sila Greca in den Süden. Sibari wurde als der schönste der griechischen Kolonien erkannt, legendär für ihren Reichtum und Eleganz, es war in der ganzen griechisch Welt für Luxus, Opulenz und Glanz berühmt. Eine glorreiche Vergangenheit, die reich an Mythen und Anregungen, in der Welt berühmt und immer noch zieht die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern und Universitäten weltweit an. Sibari befindet sich heute fast in der gleichen Gegend der antiken Stadt, ist ein Badeort im Sommer und hält immer noch die Überreste der antiken Stadt bei archäologischen Ausgrabungen und in einem modernen Museum. Der prächtige und luxuriöse Lebensstil der „Sybariten“ wurde im antiken Griechenland schließlich sprichwörtlich, Sybaritismus ist heute ein Begriff für Völlerei und Genusssucht, Sybarit bezeichnet einen dem Luxus ergebenen Weichling. Zum Wohlleben der Sybariten siehe auch den Abschnitt über Sybaris im Artikel Tryphe. Das sybaritische Luxusleben wurde zum Gegenstand von zahlreichen Anekdoten, von denen einige im Gelehrtenmahl des Athenaios überliefert sind. Sybaritikoi logoi („sybaritische Geschichten“) scheinen im 5. Jahrhundert v. Chr. fast eine literarische Gattung gebildet zu haben. Einige dieser Erzählungen gehen ins Sagenhafte und erinnern stark an Geschichten aus dem Schlaraffenland. Abgesehen von solchen sybaritischen Anekdoten gab es für die antiken Geschichtsschreiber aus der Blütezeit von Sybaris offenbar wenig zu berichten. Es werden die engen Handelsverbindungen zwischen Sybaris und Milet erwähnt, von wo die Sybariten die Wolle für ihre Gewänder bezogen. So eng und einträglich war diese Verbindung, dass bei der Zerstörung von Sybaris in Milet öffentliche Trauer herrschte: Herodot berichtet, die Jugend von Milet habe sich als Zeichen der Trauer die Haare geschoren. Auch dass die Sybariten intensiv Handel mit den Etruskern und den Ioniern trieben, die gleich ihnen Wohlleben schätzten, wird berichtet. Als Kulturleistungen und Erfindungen der Sybariten werden von Athenaios die Badewanne und der Nachttopf genannt. Der Nachttopf wäre allerdings nicht unter das Bett gestellt, sondern zu Gastmählern mitgenommen worden. Außerdem seien sie die ersten gewesen, die Gesetze zum Lärmschutz erließen. Die Sybariten duldeten keine lärmintensiven Handwerke wie Schmiede und Zimmerer in der Stadt. Um den Schlaf der Anwohner zu schützen, durften nicht einmal Hähne gehalten werden. Im Bereich sportlicher Wettkämpfe scheint Sybaris wenig Erfolg beschieden gewesen zu sein. Der einzige Sieg bei Olympischen Spielen, von dem berichtet wird, war Philytas von Sybaris, der bei den 41. Spielen Sieger beim Boxen für Knaben war.[7] Wo direkt kein Preis zu erringen war, versuchten die Sybariten Athenaios zufolge, sportliches Ansehen zu kaufen, indem sie zeitgleich mit den Olympischen Spielen selbst Spiele ausrichteten. Siegespreise in ungewöhnlicher Höhe wurden ausgesetzt, damit sich Athleten statt für olympischen Ruhm für sybaritisches Geld entscheiden sollten.

Archäologische Suche

Aus den antiken Berichten war nur die ungefähre Lage von Sybaris bekannt. Man wusste, dass es in der Ebene zwischen den Flüssen Crathis (dem heutigen Crati) und dem Sybaris (der heutigen Coscile) lag. Dass von einer der bedeutendsten griechischen Städte des Altertums keine Spur gefunden werden konnte, beschäftigte die Archäologie seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als erstmals eine ungefähre Lokalisierung versucht wurde. Fortschritte waren, wie im nachhinein klar wurde, erst möglich durch neue Mittel der archäologischen Prospektion. Bei Grabungen wurden Wohnbereiche gefunden, die mit Brunnen versorgt wurden, sowie ein öffentliches Gebäude und eine Töpferei.

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