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Rossano 30 Km von Cariati entfernt

Rossano ist eine nette kleine Stadt auch als "Die byzantinische" bekannt für den immensen historischen und künstlerischen Erbes, die die Rossanesi haben es geschafft, im Laufe der Jahre zu bewahren. Wie die meisten Städten an unserer Küste, Rossano ist in zwei Hälften geteilt: ein altes Teil, der auf einem Hügel steht, ist Rossano Alta genannt und ein modernes Teil: Rossano Scalo.

Rossano Alta kann, für seine eindrucksvolle Landschaft am Meer oder auch für die örtlichen und traditionellen Handwerksbetrieben bewundert werden. Sie können die Kathedrale erreichen in dem sie rund um seinen engen Gassen wandern, in dem Sie das Bild des Symbols Achiropita (wörtlich, nicht von Menschenhand gemalt) bewundern können und das Diözesanmuseum für sakrale Kunst, wo die älteste Christentum Dokument vorhanden ist, Codex Purpureus ein griechischen Evangeliar, von enormen biblischen und historischen Interesse. Archäologische Spuren beweisen die Existenz einer Siedlung in römischer Zeit, die erste schriftliche Aufzeichnung erwähnt die Stadt Roscianum im 6. Jahrhundert n. Chr. Seine größte Bedeutung erlangte Rossano in der Zeit des 8. bis 11. Jahrhunderts, während deren sie eines der bedeutendsten Zentren byzantinischer Kultur in Süditalien war und mit einer stark ausgebauten Festung lange den Angriffen der Sarazenen widerstand.

Im Jahre 982 war Rossano der Stützpunkt des Hofstaats Ottos II., wo der Kaiser seine Gemahlin Theophanu und den Thronfolger Otto während seines Kriegs gegen die Sarazenen zurückgelassen hatte. Dank glücklicher Flucht auf einem byzantinischen Handelsschiff konnte der Kaiser trotz einer verlustreichen Niederlage nach Rossano zurückkehren. 1060 ging die Stadt in den Besitz der Normannen über und teilte seit dieser Zeit das historische Schicksal Süditaliens, freilich ohne über den Rang einer gewöhnlichen Provinzstadt hervorzuragen. Unter den Feudalherren des mittelalterlichen Rossano befand sich die Familie Ruffo, in der Neuzeit herrschten ab 1637 die Borghese über die Stadt. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung wieder stark zu. Rossano ist heute ein bedeutendes Zentrum der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelindustrie, die sich vor allem auf den Anbau von Oliven und Zitrusfrüchten, aber auch auf die Verarbeitung der Lakritze stützen. Einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig bildet mittlerweile der Tourismus.


Sehenswürdigkeiten
Die Kathedrale Santa Maria Assunta stammt aus dem 12. Jahrhundert, war aber im Verlauf der Jahrhunderte zahlreichen Veränderungen unterworfen. Sie birgt ein der Legende nach nicht von Menschenhand gemaltes Gnadenbild, die so genannte Maria Achiropita. Der Codex purpureus Rossanensis (Purpurkodex von Rossano) im Diözesanmuseum ist eine der ältesten und am reichsten ausgeschmückten griechischen Evangelienhandschriften. Er wurde vermutlich im 6. Jahrhundert in Syrien angefertigt und gelangte im 7. Jahrhundert nach Kalabrien. Das Oratorium San Marco im griechischen Altstadtviertel ist eine byzantinische Kirche, vermutlich aus dem 10. Jahrhundert. Sie soll von Heiligen Nilus von Rossano gestiftet worden sein. Ein weiteres byzantinisches Kirchlein aus dem 10. oder 11. Jahrhundert ist das Oratorium der Panaghia beziehungsweise Maria la Tutta Santa. Die Barockkirche San Nilo wurde von Ippolita Aldobrandini als Fürstin von Rossano gestiftet und 1620 errichtet.Außerhalb der Stadt, in 609 m Höhe, befindet sich die Kirche Santa Maria del Patire beziehungsweise Santa Maria Nuova Odigitria, die 1101-1105 von Basilianermönchen erbaut wurde und Teil eines bedeutenden Klosterkomplexes in der Normannenzeit war, von dem allerdings nur Ruinen übrig sind. Gründer war der Heilige Bartholomäus von Simeri, der in ihr als patire, griechisch πατ¿ρ (Vater) verehrt wird. Sie verfügt über Reste eines Mosaikfußbodens.



Verpassen Sie nicht das Museum der Lakritze "Amarelli"
Die Familie Amarelli raspelt seit 1731 im hauseigenen Betrieb Süßholz und produziert damit Lakritze und Liköre. An den Laden ist ein eigenes Museum angeschlossen, in dem man die Geschichte der Familie bestaunen kann. Das Geschäft ist tief mit den Wurzeln der Stadt verbunden. Das Museum "Giorgio Amarelli" hat im Jahr 2001 die Auszeichnung "Gugghenheim Enterprise & Kultur" erhalten. Die italienische Post wollte im Jahr 2004 die Einzigartigkeit dieses Museum durch eine Briefmarke aus der Serie "Die italienischen künstlerischen und kulturellen Erbes" erkennen.

 

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